Die dumme Augustine

Die dumme Augustine wohnt mit ihrem dummen August, den drei Kindern, dem Hund, der Katze und dem Papagei im Wohnwagen beim Zirkus. Der dumme August arbeitet dort als Clown und bringt die Zuschauer zum Lachen, während Augustine Wäsche wäscht, bügelt, sich um die Kinder kümmert, kocht, abwäscht und putzt. Nachts im Bett träumt sie davon, auch einmal im Zirkus auftreten zu dürfen. Eines Tages bekommt ihr Mann Zahnschmerzen und geht zum Zahnarzt. Als die Vorstellung beginnt wird der Clown vermisst, der Zirkusdirektor ist sehr aufgebracht  und die dumme Augustine ergreift ihre Chance: Sie geht kurzerhand selbst in die Manege. Ihr Mann, der sie während der Vorstellung beobachtet hat, ist begeistert. Er schlägt vor, von nun an gemeinsam aufzutreten und die Arbeiten, die im Haushalt anfallen, aufzuteilen. Das letzte Bild zeigt beide glücklich vereint mit Tuba und Wischmopp.

© Thienemann-Esslinger Verlag

Das Buch von Ottfried Preussler ist 1972 das erste Mal erschienen. Die Darstellung der Augustine im Haushalt wirkt ein wenig plakativ, wo man doch annehmen möchte, dass diese Zeiten vorbei sind. Ob es der Lebenswelt der Kinder entspricht, oder nicht: Sie sehen, dass Augustine den Mut hat und  die Gelegenheit nützt, um für ihren Traum einzustehen. Die Kinder lieben dieses Buch mit den lustigen, bunten Zeichnungen der Clowns. Ein tolles Buch, das man zum Thema Zirkus, Gender oder  einfach im Alltag genießen kann.

Die Bezeichnung „dumm“ ist im Jahr 2017 etwas veraltet, allerdings kann man bei der Qualität des Buches und der Gegebenheit, dass es auf zwei Clowns bezogen ist, darüber hinwegschauen.

 

Die dumme Augustine
Ottfried Preußler, Herbert Lentz
Thienemann-Esslinger Verlag
32 Seiten
Ab 4 Jahren
ISBN: 978-3-522-41060-1
Blick ins Buch

 

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