Dunkel von Lemony Snicket

Leo hat Angst im Dunkeln. Das Dunkel, das im selben Haus wohnt, wird kurz beschrieben. Es versteckt sich im Schrank, hinter dem Duschvorhang und breitet sich nachts aus, um tagsüber wieder im Keller zu verschwinden. Der mutige kleine Junge öffnet jeden Tag die Kellertür um das Dunkel zu begrüßen: Er tritt seiner Angst aktiv entgegen, weil er glaubt, dadurch nicht von ihr eingeholt werden zu können. Doch eines Nachts geht sein Nachtlicht aus. Das Dunkel kommt zu ihm und grüßt ihn zurück. Nun wird Leo mit seiner Taschenlampe gezeigt, nur die Lichtkegel sind illustriert und man kann sich vorstellen, dass er sich sehr fürchten muss. Mutig hört er dem Dunkel zu, das ihn durch das Haus in den Keller leitet.

Dort findet er ein Schränkchen voller Glühbirnen. Er kann die Glühbirne des Nachtlichts austauschen und das Dunkel wieder aus seinem Zimmer vertreiben. Am nächsten Morgen geht Leo nicht nur an die Kellertüre, sondern ganz hinunter, um das Dunkel zu grüßen. Er weiß, dass ihm nichts passieren wird.

Das Buch zeigt Kindern, dass es Dinge gibt, die uns ängstigen können. Wichtig ist, dass sie sich dieser Angst bewusst werden und lernen, damit umzugehen. Leo zeigt sich sehr mutig. So mutig müssen wir vielleicht gar nicht sein. Wir haben Familie und Freunde, die den Weg in den Keller mit uns zusammen gehen können, wenn wir unsere Sorgen und Ängste teilen.

Das Buch ist fantastisch illustriert, die Angst des Jungen ist durch die Illustration sehr gut herausgearbeitet, dadurch kommt das Buch mit wenig Text aus. Der wenige Text ist sprachlich sehr schön und zeichnet die Weltsicht eines Kindes („Das Dunkel wohnt im Keller“) hervorragend nach.

 

Dunkel
Autor: Lemony Snicket
Illustrator: Jon Klassen
48 Seiten
NordSüd Verlag, 2014
Alter: ab 4 Jahren

ISBN: 978-3-314-10211-0

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1 Antwort

  1. 9. Februar 2018

    […] wirken so riesig und liebevoll, dass man sich direkt an sie herankuscheln könnte. Im Gegensatz zu „Dunkel“ von Lemony Snicket wird der Auslöser der Angst hier wenig thematisiert. Im Mittelpunkt stehen Anna und ihre Strategie […]

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