Großer Stunk
Inhalt
Leander möchte einen Affen malen und da er noch nie einen echten gesehen hat, lud er verschiedenste Affen zu sich ein. Er konnte ja nicht ahnen, dass sein Atelier bald voll sein würde von laut streitenden Affen. Die waren sich nämlich nicht einig, wie ein richtiger Affe auszusehen hat. Als dann noch ein Kind kommt, das behauptet, dass alle Menschen auch Affen seien und somit Tiere, ist das Chaos perfekt. Nicht nur die Affen drehen am Rad, sondern auch Leander, der nie Affe, dafür aber Künstler sein wollte. „Aber selbst der größte Stunkt hat irgendwann ein Ende“ und alle liegen sich friedlich und lausend in den Armen.
Bewertung
Ich habe beim Lesen dieses Buches immer wieder herzlich und laut gelacht! Es gibt so viele Stellen die überraschend sind oder absurd oder einfach nur komisch.
Die Affen vergleichen ihe einzelnen Köperteile und -merkmale und sie sehen nur Unterschiede, sich selbst und grenzen sich bewusst voneinander ab. Leander versucht zu vermitteln, indem er daran erinnert, dass innerlich alle gleich aussehen. Weit kommt er damit nicht. Hier lässt sich wunderbar darüber sprechen, dass es bei uns Menschen doch gleich, zumindest aber ähnlich ist. Über Bilder oder vergleiche von unseren Körpermerkmalen lässt sich das super veranschaulichen. Auch lässt sich der Begriff „Menschenaffen“ besprechen, der schließlich zur Eskalation führt. Denn sind Menschen dann Tiere? Je nach Alter und Interesse kann man über die Entstehung und Entwicklung von Menschen sprechen. Die haben zwar gemeinsame Vorfahren mit den Affen, sind aber keine. Doch gibt es noch Gemeinsamkeiten?
Im Mittelpunkt der realistischen Illustrationen stehen die Affen und Leander. Hintergründe und Details werden zu ihren Gunsten vernachlässigt. Am Ende des Buches werden alle Affen nochmals dargestellt und benannt. So können sie bei Bedarf nochmal besprochen und genauer betrachtet werden. Dargestellt sind sie im Buch wie bereits gesagt realistisch, zugleich zeigen sie auch menschliche Emotionen und Züge wie z. B. der weinende Gorilla. Luzi und Leander sind meines Erachtens nach weniger naturgetreu dargestellt als die Tiere, was dem Ganzen aber keinen Abbruch tut. Es ist zu amüsant die Palette an Leanders Emotionen zu sehen, während er verzweifelt aussruft kein Tier zu sein, sondern Künstler, im nächsten Moment aber nackt und auf tierische Art und Weise mit den Affen durch die Wohnung tollt.
Neben den Themen Akzeptanz und Individualität geht es natürlich auch um das Streiten. Dieser Streit ist irendwann vorbei, nachdem sich alle beruhigt haben. Ein guter Anlass um über Streitkulutr zu sprechen.
Pädagogische Vermittlung
Nach der Bilderbuchbetrachtung bespreche ich mit den Kindern (Vorschulalter), was bei allen Menschen gleich ist. Die Antworten schreibe ich auf bzw. bereite Bilder vor z. B. Ohren, Arme, Beine usw. . Im Anschluss daran besprechen wir auch noch Unterschiede. Wir haben z.B. alle Augen, aber die Farbe ist anders. Es gibt auch Menschen mit z. B. nur einem Bein. Wie kommt das?
Im nächsten Schritt können wir uns Bilder von Affen anschauen. Wo sind Ähnlichkeiten, was ist gleich oder anders? Sie haben z.B. auch zwei Füße, aber andere Zehen. Auch das Gebiss ist anders.
Um Akzeptanz und Andersartigkeit geht es auch in Die Fliege-Ziege.
*Affiliated link. Beim Kauf könnt ihr diese Seite durch eine kleine Provision unterstützen, ohne dass euch Mehrkosten entstehen. Lokal einkaufen, gewinnt immer. Zusätzliche Informationen und meine Einstellung dazu findet ihr hier.
