Rutsch doch, Dachs!
Inhalt
Der kleine Dachs möchte unbedingt rutschen. Doch oben angekommen verlässt ihn der Mut. Zeitgleich stellen sich immer mehr Tiere an, die ebenfalls rutschen wollen, sich nun aber in Geduld üben müssen. Doch der Dachst stellt fest, dass es gemeinsam und mit ein bisschen Hilfe dann doch noch klappt und außerdem auch viel Spaß macht.
Bewertung
In diesem Buch findet sich alles, was ich an den Büchern von Susanne Straßer so mag! Es gibt eine bestimmte Situation, in der sich ein bestimmtes Vorgehen immer wiederholt, was zugleich witzig ist und Spannung aufbaut, bis es zu einer (Auf)Lösung kommt. In diesem Fall ist es eine Spielplatzsituation, die viele Familien schon einmal erlebt haben, inklusive aller Gefühle die dabei entstehen: Angst, Un-/Geduld, Mut, Erleichterung, Freude.
Die tierischen Protagonist*innen sind sehr liebenswert und ausdrucksstark illustriert und stehen im Fokus der Illustrationen. Ebenso wie die Rutsche, auf Details wird auf den Doppelseiten des Pappbuchs verzichtet. Die Geräusche, mit denen die Tiere die Rutsche hinauf klettern wollen z.B. „Tips, Tips“ oder „Pom, Pom“ laden zum Mitmachen ein. Auch die Wiederholungen, die eine gewisse Vorhersehbarkeit bewirken, so dass die Kinder schon bald selbst die Geschichte weiter bzw. mit erzählen oder sprechen können.
Das Kind ist so gestaltet, dass es eine Identifikationsfigur für alle Kinder sein kann und sein Erscheinen markiert einen Wendepunkt in der Geschichte, weil es, anders als die Tiere, nicht warten will und die Rutsche hoch klettert. Wir wissen wie ungeheurlich das ist.
Ein humorvoller Vorlese- und Mitmachspaß, den man sich immer wieder anschauen kann.
Pädagogische Vermittlung
- Eine Gruppengröße von 3-4 Kindern ermöglicht es, dass alle bei der Bilderbuchbetrachtung gut sehen können.
- Sobald ein neues Tier erscheint frage ich, wer es kennt und wie es heißen könnte
- Im Verlauf der Geschichte gehe ich auf die Minik der Tiere ein: Wie sehen sie aus? Was könnten sie fühlen?
- Ich lade die Kinder zum Mitsprechen ein, indem ich Pausen einbaue bei den Textteilen, die sich wiederholen z.B. “ „Rutsch doch Dach!“ ruft er. Doch… (Dachs rutscht nicht.)“ oder „Wolf muss… (warten) „
- Nach dem Vorlesen sprechen wir darüber, wer so eine Situation schon mal erlebt hat.
- Beim zweiten Vorlesen zeige ich zu den Tieren die entsprechende Gebärden. So können die Kinder aktiv sein, zugleich sprechen wir über die Bedeutung von Gebärden
Auf dem Blog findest du noch weitere Bücher von Susanne Straßer, so z. B. Der Wal nimmt ein Bad, Kann ich bitte in die Mitte, Haltet den Ball oder Suppe ist fertig.
Autorin & Illustratorin: Susanne Straßer
Peter Hammer Verlag, 2025
ISBN: 978-3-7795-0781-9
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