Der große Hund

Inhalt

Ein kleiner Junge macht sich auf den Weg zur Schule und braucht dafür seinen ganzen Mut. Alleine muss er durch eine dunkle Unterführung, vorbei an einem bellenden Hund und einem gruseligen alten Mann. Zum Glück bemerkt jemand seine Not und wartet auf ihn, am Ende des Schultags – ein Hund! Mit einem Freund an seiner Seite wächst das Kind über sich hinaus, alles wird leichter und das nicht nur für den Jungen…

Bewertung

Hensgens Geschichte von einem kleinen Jungen, der mit Hilfe eines Hundes über sich hinauswächst kommt gänzlich ohne Text aus. Der ist durch die eindrücklichen, zarten Illustrationen von Rodriguez auch gar nicht nötig. Die Bilder ermöglichen es den Betrachter*innen sich gut in den Jungen hinein zu versetzten und sich auf die Geschichte einzulassen. Sie konzentrieren sich auf das Wesentliche, ohne störende Details und bilden sehr gut die Gefühle der Protagonist*innen ab.

Die Bilder laden dazu ein die Geschichte selbst zu erzählen und lassen bei aller Deutlichkeit genug Spielraum für Interpretationen bzw. liefern viele Gesprächsthemen. Außerdem ist es eine gute Möglichkeit zur Sprachförderung.

Die Geschichte macht Mut, sich Hilfe zu holen bzw. diese anzunehmen. Des Weiteren zeigt sie, wie wertvoll es ist sich umeinander zu kümmern. Der Junge schafft es durch den Hund entspannt seinen Schulweg zu meistern und dann mutig alleine nach seinem neuen Freund zu suchen, als dieser nicht auftaucht. Als er sieht, dass nun der Hund bzw. auch dessen Besitzer in Not sind, hilft er beherzt. Ein weiteres Band entsteht. Eine Geschichte mit einer berührenden Botschaft und ebensolchen Bildern.

Pädagogische Vermittlung

Für die Bilderbuchbetrachtung lege ich mir ein Stück Papier/ Pappe bereit, um einzelne Bilder des Buchs abzudecken. So kann ich die Aufmerksamkeit auf ein Bild nach dem anderen richten.

Wichtig ist, dass alle Kinder gut auf das Buch blicken können und die Gruppe nicht zu groß ist. Ich lasse alle Bilder von den Kindern beschreiben, stelle nur Impulsfragen und möchte allen Kindern die Möglichkeit geben zu Wort zu kommen. Mein Redeanteil ist möglichst klein. Wichtig, wenn wir über etwas spekulieren gibt es kein Richtig oder Falsch, denn ohne Text haben wir mehr Freiheiten.

Mögliche Impulsfragen:

  • Wie schaut der Junge? Was macht sein Mund? Was seine Augen? Wie geht er?
  • Was könnte er fühlen und weshalb?
  • Kennst du das Gefühl?
  • Hast du auch schon mal so was erlebt wie der Junge auf seinem Schulweg?
  • Hast du den Hund am Fenster entdeckt? Was glaubst du könnte er jetzt machen?
  • Geht der Junge mit dem Hund?
  • Wie schaut der Junge, wenn er mit dem Hund zusammen ist?
  • Wo könnte der Hund sein?
  • Was unternimmt der Junge?
  • Weshalb ist der Hund so traurig?
  • Junge, Hund, Mann – wie sehen sie aus? Wie fühlen sie sich?

Eine andere Geschichte, in der es darum geht, dass es einfacher ist einen Weg zu zweit zu gehen ist Mein Weg mit Vanessa.

Der große Hund Buchcover
Der große Hund
Autorin: Andrea Hensgen
Illustratorin: Béatrice Rodriguez
Peter Hammer Verlag, 2016
ISBN: 978-3-7795-0313-2

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