Der Sternenbaum

Inhalt

In einem Haus vor einer großen Stadt lebt ein älterer Herr. Er sitzt an seinem Fenster und erinnert sich daran, wie er früher mit seinen Geschwistern Goldsterne gebastelt hat, um dem Christkind den Weg zu weisen. In der großen Stadt scheint niemand mehr darüber nachzudenken. Eilig verfolgen die Menschen ihre Arbeit und sind von früh bis spät mit anderen Dingen beschäftigt. Der Mann beschließt selbst goldene Sterne zu basteln und sie aufzuhängen. Als ein großer Sturm tobt, tritt er mit den Sternen vor die Tür und wandert zu einem Baum. In der großen Stadt fällt gleichzeitig der Strom aus. In der Stille und Dunkelheit die eintritt, entdecken die Menschen die Gestalt mit den glitzernden Sternen und folgen ihr auf eine Anhöhe. Die Kinder beginnen ein Weihnachtslied anzustimmen und der alte Mann weiß: Das Christkind hat seinen Weg gefunden.

Bewertung

Gisela Cölle findet für ihre pointierte Geschichte Wörter, die Kinder verstehen können. Die Gegenüberstellung von gemütlichem Land und ruheloser Stadt, lautem Weihnachtstrubel und stillem Innehalten mag für die erwachsenen Leser*innen etwas platt erscheinen. Die kleinen Leser*innen erfreut die klare Einordnung dieser scheinbaren Gegensätze.
Am Ende der Erzählung tragen die Kinder der Stadtleute mit dem Anstimmen des Weihnachtsliedes aktiv dazu bei, dass ein Gemeinschaftsgefühl entsteht, was als Christkind gedeutet wird.
Die Illustrationen sind ein Mix aus Pastell – und kräftig leuchtenden Farben. Während manche Gegenstände detailliert erscheinen, wurde der Hintergrund oft verschwommen dargestellt. Die Sturmböen werden durch das biegen der Bäume und des Mannes deutlich sichtbar gemacht und die Atmosphäre wirkt düster und spannend. Nur die goldenen Sternlein schimmern erhaben – müssen sie ja, damit das Christkind den Weg finden kann ;).

Pädagogische Vermittlung

Während ich das Bilderbuch mit den Kindern lese, beobachte ich aufmerksam ihre Reaktionen und lasse sie zu Wort kommen, wenn sie ihre Eindrücke teilen möchten. Wenn wir die Geschichte gelesen und besprochen haben, möchten wir dem Christkind auch den Weg in unsere Tagesbetreuung zeigen. Dafür habe ich Lineale, unterschiedliche Schablonen, Stifte und Goldfolie vorbereitet. Die Kinder dürfen damit einen Stern für die Einrichtung und einen für Zuhause gestalten. Die Kinder, die früh fertig sind, dürfen mit Fingerfarbe einen Baum ans Fenster malen, an diesem werden wir die Goldsterne dann befestigen.

Der Sternenbaum
Autorin und Illustratorin : Gisela Cölle
NordSüd, 1997
ISBN: 978-3-314-10546-3
Details und erhältlich* bei: Thalia Genialokal Verlag

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