Autor: Martina Leinweber

Kleines Pferdchen Mahabat

Djamilia besucht zum ersten Mal ihre Großeltern in den Bergen Kirgistans. Sie züchten Pferde und bewohnen für sechs Monate eine weiße Jurte. Schwarzfell, ein kleines Fohlen hat sich sein Bein verletzt. Der Großvater zeigt Djamilia, wie sie die Wunde säubern und verbinden muss. Pflichtbewusst und mit viel Feingefühl pflegt Djamilia das Fohlen gesund. Sie nennt ihr kleines Pferdchen „Mahabat“ – das bedeutet Liebe auf Kirgisisch. Die japanische Bilderbuchmacherin Satomi Ichikawa erzählt eine ruhige und liebenswerte Geschichte über ein Mädchen, das Selbstwirksamkeit erfährt, als es einem kleinen Fohlen helfen kann gesund zu werden. In leisen Tönen nimmt uns die Ich-Erzählerin mit und gibt uns einen Einblick in ihre Gefühlswelt und ihrer Motivation dem kleinen Fohlen zu helfen.

Das wahre Leben der Bauernhoftiere

Lena Zeise erklärt uns in „Das wahre Leben der Bauernhoftiere“ die Unterschiede zwischen konventioneller und ökologischer Haltung von Nutztieren. Dabei beschränkt sie sich auf Hühner, Kühe, Schweine, Schafe und Ziegen. Wir sehen die Ställe in denen die Tiere gehalten werden und können nachlesen, was mit ihnen passiert. Die Zuchtsau steht zunächst in einem Kastenstand und wird kurz vor der Geburt in eine Abferkelbucht gebracht, um die Ferkel nicht zu verletzen. Die Mastschweine leben meist mit 20 – 40 anderen Tieren in einer Box. Zusätzlich zu den Haltungsbedingungen werden noch die Schlacht- und Transportumstände umrissen.
Auf den letzten Seiten geht die Autorin auf die Eigenverantwortung der Konsumenten ein, die durch ihre Käufe beeinflussen, unter welchen Bedingungen die Tiere leben.

Ich mag…

„Ich mag den Herbst.“, „Ich mag kleine Sachen“, „Ich mag Musik.“ So unterschiedlich, wie die Interessen der Kinder sind die Kinder selbst. Manchmal werden sie gemeinsam mit einer anderen Person, Freunden, Geschwistern, oder Eltern und manchmal alleine dargestellt. Sie befinden sich in ihren Zimmern, im Bett, im Garten oder auf dem Bolzplatz. Die Perspektiven wechseln stetig und man weiß nie, was die nächste Seite bringen mag. Ohne erkennbare Struktur können die Leser*innen zwischen den Seiten stöbern und ihre Altersgenossen in ihren Aktivitäten oder mit ihren liebsten Sachen betrachten.

Strategien der Sprachförderung im Kita-Alltag

Das Fachbuch für pädagogische Fachkräfte beschreibt fünf unterschiedliche Strategien, wie wir die Sprachfähigkeit im Kitaalltagfördern können. Die Vorteile zu spezifischen Förderprogrammen sehen die Autorinnen darin, dass Sprachlernen in jeder Situation stattfindet, in der interagiert wird. Des Weiteren können sich die Pädagog*innen in den Dialogen individuell auf die Kinder und deren unterschiedliches Sprachniveau einlassen. Nach einer kurzen Übersicht zur Sprachentwicklung und Sprachstandsbeobachtung werden die unterschiedlichen Strategien erklärt und anhand von Beispieldialogen verdeutlicht.

Hallo, Teckel Tom!

Teckel Toms Welt ist das Hundekörbchen mit seiner Mama und den lustigen Geschwistern. Die Aufregung ist groß, als plötzlich zwei Herren auftauchen, die für ihre Tochter ein Dackelwelpen auswählen wollen. Nun bekommt der kleine Teckel Tom ein neues Zuhause bei der kleinen Sofie. Das Mädchen freut sich sehr über den kleinen Dickkopf und scheint ihn auf Anhieb zu verstehen. Als Teckel Tom sich später in das Hundekörbchen neben Sofies Bett legt, fühlt er sich in seinem neuen Zuhause schon „dackelwohl“.

Immer Drama mit dem Lama

Lama Dana ist mit dem falschen Fuß aufgestanden. Erst möchte sie sich nicht kämmen lassen, dann nicht anziehen. Omas Mittagessen, das normalerweise sehr lecker ist, wird an so einem Tag auch verschmäht. Auf dem Spaziergang mit Papa tun ihr nach kurzer Zeit die Hufe weh. Ein Tag voll Drama! Als es Abends Richtung Bett geht, ist die ganze Familie auf großes Theater gefasst und tatsächlich zucken Mund und Nase schon… ob das wohl gut gehen wird?

Das Buch vom kleinen Lama Dana greift ein Geschehen auf, dass wir mit kleinen Kindern öfter erleben. Es gibt Tage und Wachstumsphasen an denen man ihnen anscheinend nichts recht machen kann. Diese Launen werden in diesem farbenfrohen Pappbilderbuch aufgegriffen und lustig dargestellt.

Der 200ste Beitrag (wow!) und die drei Favoriten 2020

Dieses Jahr wurden auf Buchwegweiser 66 Beiträge veröffentlicht. Fünf der 58 vorgestellten Bilderbücher waren Kolibri – Leseempfehlungen. Es wurden vier hilfreiche Materialien für die Arbeit in Kitas empfohlen und in den drei „Top 10“ Artikeln wurden die besten Bilderbücher zu unterschiedlichen Themen zusammengefasst.
Für den 200sten Beitrag auf Buchwegweiser habe ich dieses Buchjahr Revue passieren lassen und mir überlegt, welche drei Bilderbücher mich am meisten überrascht und beeindruckt haben und hier findet ihr sie, meine leisen Favoriten 2020.