Tomte und der Fuchs

Eine wunderbare Weihnachtsgeschichte über den Zauber der stillen Nacht, in der ein Wichtel mit dem Fuchs Mikkel seine Grütze teilt. Der Fuchs ist hungrig, daher kommt er aus dem verschneiten Wald und schleicht auf dem Hof umher, ob er hier etwas finden wird? Die Menschen in der Stube feiern Weihnachten, sie schauen nicht nach draußen und denken nicht an den Fuchs, der zwischen den Häusern des Hofes umherschleicht. Der Fuchs sieht die schlafenden Kühe, die kleinen Mäuse, die ihn ärgern und kommt dann zum Hühnerstall. Die Hühner ängstigen sich, doch als der Fuchs schon die Schnauze in den Stall steckt, hört er draußen im Schnee leise Schritte. Wer das wohl sein mag? Es ist Tomte, der Wichtel, der über diesen Hof wacht. Er versteht den hungrigen Fuchs, weiß um sein Leid und zeigt sein Mitgefühl. Er teilt seine Grütze mit ihm. Diese stellen die Kinder des Hofes jeden Abend für ihn hinaus. Sie wissen, dass er da ist, doch keiner hat ihn je gesehen. Solange er über den Hof wacht, sind die Hühner sicher. Mit vollem Magen schleicht sich der Fuchs zurück in den Wald.

Mit „Tomte und der Fuchs“ ist Astrid Lindgren eine tolle Fortsetzung von „Tomte Tummetott“ gelungen, die um die Weihnachtszeit spielt und passend dazu „Mitgefühl“ und „Teilen“ thematisiert. Das traditionelle Weihnachten mit Baum und leuchtenden Kinderaugen findet in dieser Geschichte im Hintergrund Platz, im Vordergrund stehen die Werte und die friedliche Stimmung, welche die Stille Nacht so besonders macht. Beim Lesen der ruhigen, unaufgeregten Geschichte kommt eine herrliche Atmosphäre auf, die gut zu den warmen Stuben in der dunklen Jahreszeit passt. Harald Wiberg hat die Bilder, passend zur Geschichte, in gedeckten Farben illustriert, in der allenfalls die rote Mütze von Tomte rot leuchtet.

Um das Bilderbuch in der Kindergruppe einzuleiten, stelle ich aus Filz oder Stoffen, eine kleine Wichtelmütze her. Wenn wir im Kreis sitzen, erzähle ich den Kindern, dass ich heute Morgen vor dem Haus doch tatsächlich über diese Mütze gestolpert sei und erst mal gedacht hätte, dass sie einem von ihnen gehöre. Offensichtlich ist die Mütze viel zu klein, die Kinder sollen versuchen eigene Erklärungen zu finden, wem diese Mütze wohl gehören könnte. Wenn wir ausreichend gerätselt und gelacht haben, erkläre ich den Kindern, dass ich ein Buch über einen Wichtel gefunden habe, und dieser Wichtel war bestimmt gestern Nacht hier und hat seine Mütze verloren. Hören wir seine Geschichte…

Tomte und der Fuchs
Autorin: Astrid Lindgren
Illustrator: Harald Wiberg
Oetinger Verlag
32 Seiten
ISBN:  978-3-7891-6131-5

 

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