BuchBasel – ein feines (Kinder-)Literaturfest

Letztes Wochenende kamen auf der BuchBasel große und kleine Literaturfreunde zusammen, um gemeinsam Vorträge, Workshops und Lesungen zu besuchen. Ich habe mit Freude verschiedene Veranstaltungen des Kinderprogramms im Rahmen der BuchBasel besucht und konnte mich über die unterschiedlichen Aktivitäten zur literalen Bildung in Basel informieren. So konnte ich auf die vielen kleinen Besucher und Mitwirkenden treffen, die mit viel Enthusiasmus und Eifer dabei waren.

Workshop mit Reza Dalvand

Begonnen hat mein Bilderbuchwochende mit dem Workshop von Reza Dalvand. Der iranische Autor und Illustrator las aus seinem Buch „Etwas Schwarzes„. Das Buch endet mit einer Frage: Was könnte das Schwarze wohl sein? Die Kinder hatten so einige Ideen: Eine Augenklappe? Ein Stück dunkler Erde? Kohle? oder Schokolade?  Die Antwort blieb offen.
Nun ging es ans gemeinsame Schaffen. Durch eine einfache Technik und genaue Anleitung von Reza bekam auch noch der kleinste Künstler seine eigene wunderschöne Eule, wie auf dem Buchcover, aufs Papier. Danach war Phantasie gefragt: Die Kinder sollten auf ihrem Bild aus Wasserfarbenklecksen eine Figur machen, ähnlich, wie beim altbekannten „Wolkengucken“. Auch hier glänzten die Kinder mit großartigen Einfällen und so entstanden eine Schnecke, ein Fisch und weitere lustige Klecksfiguren. Die Begeisterung über die eigenen Werke war groß und so verließen Kinder und Eltern mit zufriedenen Gesichtern das Literaturhaus.

Etwas Schwarzes

Buchkinder Präsentation

Das Projekt Buchkinder in Basel ermöglicht, Kindern eigene Geschichten zu entwickeln, zu illustrieren und später als schönes, gebundenes Buch in den Händen zu halten. Am Samstag haben sich die Buchkinder mit ihren Eltern, Geschwistern und Freunden getroffen, um ihre neuesten Werke der Öffentlichkeit vorzustellen. Die kleinen Autoren saßen dabei ganz professionell, wie ihre grossen Vorbilder, am Tischchen und beantworteten Fragen, die ihnen zu ihren Büchern und ihrer Tätigkeit als Autoren gestellt wurden. Anna (Name geändert a. R.) zeigte uns eindrücklich, wie man mit Sprache spielen kann. In ihrem Buch „Der Zauberer mit der seltsamen Sprache“ geht es um einen Zwerg, dessen Sprache nur von seinem besten Freund verstanden werden kann, weil er aus Versehen alles sträwkcür, äh rückwärts spricht. Die Geschichten der Kinder sind sehr vielfältig, da sie in ihrer Themenwahl frei sind. Es gibt Bücher über Pferde, Zwerge, die Schule und sogar Donald Trump hat es in die Erzählungen geschafft. Die (zurecht) stolzen AutorInnen werden bestimmt noch von sich hören machen.

Kinderbuchfestival in der Klara

Samstag und Sonntag fand in der Klara das „Kinderbuchfestival“ statt, bei dem die kleinen Leser und ihre Eltern an Lesungen von Kinder – bzw. BilderbuchautorInnen teilnehmen konnten. Das Leseerlebnis war besonders eindrücklich, denn das Bilderbuch wurde während der Lesung an die Wand projiziert. Die Kinder erfreuten sich sehr an der lustigen Geschichte von Hubert und Huschl in „Komm bald wieder“ von Andreas Grewe. Einige Fans brachten das Dinosaurierbuch „Henry bei den Dinosauriern“ von Thé Tjong-Khing gleich mit zur Lesung, um es sich danach signieren zu lassen. Die Namen der Dinosaurierarten kannten sie schon längst. Inka Pabst stellte ihr Bilderbuch „Als Oma immer kleiner wurde“ vor und Reza Dalvands „Etwas Schwarzes“ konnten die Zuhörer zweisprachig in Farsi und Deutsch genießen.

Andreas Greve liest aus 'Komm bald wieder'.Andreas GreveThé Tjong-Khing stellt sein Buch "Henry bei den Dinosauriern" vor.Thé Tjong-KhingInka Pabst las auch 'Als Oma immer kleiner wurde'.Reza Dalvand liest aus 'Etwas Schwarzes'.

Die BuchBasel bietet phantastische Aktivitäten für die kleinen Lesefreunde, die hier in besonderer Atmosphäre Literatur kosten können. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr.

 

 

 

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