Ich bin ein Dieb!

Inhalt

Elisa drückt das schlechte Gewissen: Sie ist eine Diebin – sie fand den grünen Stein aus dem Unterricht so hübsch, dass sie ihn in ihrer Tasche verschwinden ließ. Als alle nach dem Stein suchten, war sie zu beschämt, ihn zurückzugeben. Nun ist sie bedrückt und beginnt in ihrer Familie nachzuforschen. Ist das Problem vererbt? Sie fragt nach, hat ihr Papa vielleicht auch schon mal etwas gestohlen, oder die Mama? Doch obwohl sie herausfindet, dass fast jeder ihrer Familie schon mal etwas gestohlen hat, lässt sie das dumpfe Gefühl im Bauch nicht los. Sie erklärt ihrer Mama, was passiert ist, nimmt all ihren Mut zusammen und gibt den Stein am nächsten Tag zurück. Offen ist nun noch die Frage, wer die Torte aus dem Kühlschrank stibitzt hat …

Bewertung

Das Bilderbuch greift ein Thema auf, dass alle Kinder kennen: Das schlechte Gewissen. Elisa weiß, dass sie etwas falsch gemacht hat. Sie schämt sich dafür und beginnt eine Entschuldigung zu suchen. Kinder können durch Elisas Geschichte Handlungsmöglichkeiten lernen, mit ihrem schlechten Gewissen umzugehen und sehen, dass Aufrichtigkeit eine geschätzte Tugend ist. Sie können sich in Elisas Situation einfühlen, aber gleichzeitig die Enttäuschung der anderen Kinder sehen, als der Stein weg ist. Sie haben die Möglichkeit beide Perspektiven neutral zu bewerten. Vielleicht haben sie schon mal ähnliches erlebt und können ihre damaligen Erfahrungen auf die Geschichte beziehen. Die Klasse von Elisa wird in den Illustrationen sehr vielfältig dargestellt, ein Bilderbuch, in dem sich viele Kinder wiederfinden können.
Gleichzeitig, trotz ernster Thematik, ist dieses Bilderbuch witzig und erfrischend. Die Illustrationen, die alle Diebe im Sträflingskostüm zeigen, die Ziege, welche die Unterhose vom kleinen Bruder stiehlt und frisst und das „Gesucht“ – Poster, auf dem sich die diebische Familie versammelt, sind eine schöne Auflockerung und versprechen große Lesefreude! Abigail Rayner und Molly Ruttan haben eine schöne Balance gefunden, eine ernste Thematik so umzusetzen, dass sie Spass macht! Und der Papa von Elisa, der nicht zugeben kann, nachts den Kuchen aus dem Kühlschrank zu stibitzen, schafft ein weiteres Augenzwinkern.

Pädagogische Vermittlung

In diesem Bilderbuch tritt das Gewissen in Form des grünen, geklauten Steins auf. In der Bilderbuchbetrachtung mit Grundschülern, wähle ich das Thema „Gewissen“. In der Mitte liegen graue/ schwarze Tücher, obenauf das Bilderbuch. Bevor es losgeht, überprüfe ich das Wissen der Schüler*innen: Weiß denn jemand, was das Wort „Gewissen“ bedeutet? Was heißt es, ein schlechtes Gewissen zu haben? In welchen Situationen kommt es und wie fühlt es sich an?
Wenn wir diese Fragen beantwortet haben, lesen wir gemeinsam das Bilderbuch. Danach besprechen wir, wie das Gewissen von Elisa aussieht. Warum hat sie es immer noch, wo sie doch weiß, dass sie aus einer diebischen Familie kommt? Was hilft ihr, um das schlechte Gewissen loszuwerden? Wem könnt ihr euch anvertrauen? Für alles, was uns hilft, das schlechte Gewissen loszuwerden, legen wir helle Seidentücher über das dunkle Tuch, so dass wir mit jeder positiven Handlungsmöglichkeit, die wir finden, das Dunkle aus unserem Kreis vertreiben.

Ich bin ein Dieb!
Autorin: Abigail Rayner
Illustratorin: Molly Ruttan
Übersetzung: Anna Schaub
NordSüd Verlag, 2019
Ab 3 Jahren
ISBN: 978-3-314-10470-1

Gewinnspiel

Eine Ausgabe von „Ich bin ein Dieb!“ ist zur Verlosung bereit. Wenn ihr sie gewinnen möchtet, verratet mir in einem Kommentar, was Euch hilft, euer schlechtes Gewissen loszuwerden. Ich freue mich auf Eure Tipps und Erfahrungen!

Herzlichen Glückwunsch Yvonne! Du hast das Bilderbuch „Ich bin ein Dieb!“ gewonnen!

Teilnahmebedingungen
Das Gewinnspiel beginnt am Mittwoch, den 04.09.19 und endet am Freitag, den 06.09.19 um 23.59 Uhr. Teilnehmen können alle Personen, die über 18 Jahre sind und die Gewinnspielfrage beantworten. Der Versand erfolgt ausschließlich nach Deutschland oder in die Schweiz. Die Benachrichtigung der Gewinner erfolgt am 07.09.19 in diesem Beitrag. Sollten sich die Gewinner_innen nicht innerhalb von 48 Stunden melden, wird erneut ausgelost. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch damit einverstanden, im Falle eines Gewinns eure Adresse an die Email im Impressum zu versenden. Diese wird ausschließlich für den Versand verwendet. Viel Glück!

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18 Antworten

  1. Anja sagt:

    Irgendjemandem erzählen, was mir ein schlechtes Gewissen bereitet. Das hilft. Zumindest manchmal

  2. Tanja S. sagt:

    Hallo,

    Ein wichtiges Thema. Ich würde es jemandem erzählen … überlegen wie ich mein Fehlverhalten „wiedergutmachen “ kann.

    Liebe Grüße

  3. Miri sagt:

    Am besten hilft, wenn man redet und sagt, was los ist. Das Buch klingt toll!

  4. Lili Sar sagt:

    Ja, mit jemandem darüber reden. Am besten ein Jemand, der mein schlechtes Gewissen gar nicht als solches wahrnimmt und mir alternative Gedanken dazu vorschlägt 😀

  5. Simone sagt:

    ein wichtiges Thema… ich versuche mich immer auszusprechen.

  6. Tina sagt:

    Wenn ich ein schlechtes Gewissen habe, hilft es mir die Wahrheit zu sagen und ehrlich zu sein.

  7. Yvonne sagt:

    Ehrlich gesagt werd ich mein schlechtes Gewissen ganz schlecht los, ich fress vieles in mich hinein und versuch mich abzulenken… Ansonsten rede ich mit meinen Katzen, die sind immer meiner Meinung

  8. Tine sagt:

    Guten Abend!
    Wichtig ist darüber zu sprechen! Was ja nicht immer einfach ist! Man sollte Kinder immer positiv stärken, offen zu sein und über ihre Gefühle und Gedanken zu sprechen! „Ein Bauch voller Gefühle “ ist auch ein sehr schönes Buch! Ich kann es nur empfehlen! Danke für deine Empfehlung! LG Tine

  9. Nathalia Campos sagt:

    Wenn ich mit jemanden darüber Rede der mich nicht verurteilt.

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