Kategorie: ab drei Jahre

Der Kackofant – Pipi, Kacka und Sauberkeitsentwicklung

Wer kennt ihn nicht den Kackofant? Das Tier, das aussieht, wie ein Elefant dessen Rüssel sich zum Klopapier aufrollt, setzt seine Haufen gezielt ein, um anderen zu helfen, oder selbst damit zu punkten. So baut er die größten „Sand“ – Burgen am Strand, zeigt Hänsel und Gretel den Weg aus dem Wald, hilft dem Bauern beim düngen seiner Felder und verhindert, dass der Gegner Tore erzielt, indem er vor das Tor kackt. Die unterschiedlichen Szenarien sind begleitet von lustigen Bildern und Reimen.

Máttaráhkkás weite Reise

Eingebettet in den Jahreszyklus der Natur spielt dieser samische Schöpfungsmythos. Sissel
Horndal erzählt, wie die göttlichen Wesen neues Leben schaffen. Urvater und Urmutter
spielen dabei eine wichtige Rolle. Ihre drei Töchter unterstützen sie, da sie nahe bei den Menschen wohnen. Die Autorin und Illustratorin Sissel Horndal – sie ist Angehörige des Volkes der Samen – erzählt diesen Mythos in einer poetischen und bildhaften Sprache.
Die doppelseitigen Bilder, in dezenten Farben gehalten, unterstützen und ergänzen den
Text auf wunderbare Weise.

Traurigkeit und Depression im Bilderbuch

Hier möchte ich eine kleine Auswahl an Bilderbüchern vorstellen, die Depression auf unterschiedlichster Weise aufgreifen und sich gut in pädagogische Angebote rund um das Thema mit einem betroffenem Kind oder auch in der Kindergruppe einsetzen lassen.
Wenn man sich für ein Bilderbuch entscheidet, sollten folgende Fragen vorab reflektiert werden: Welche Aussagen und Situationen werden geschildert? Welche Deutungsmöglichkeiten bieten die Bücher an? Wie komme ich als pädagogische Fachkraft/ Elternteil mit dieser Perspektive zurecht?

Auch wenn man gerade kein betroffenes Kind in der Einrichtung hat, sollten diese Bücher ihren Weg ins Bücherregal finden. Kinder interessieren sich für „belastende“ Themen. Sie können sich in die Situation hineinversetzen, wohl wissend, dass sie nicht davon betroffen sind.

Eulenglück

Auf einem Bauernhof leben Hühner, Enten und andere Vögel, deren Lebensmittelpunkt daraus besteht zu fressen, zu trinken und sich zu zanken. Als eines Tages der Pfau ein ruhiges, zugewandtes Eulenpaar in der Nähe entdeckt, wundert er sich. Sie werden doch nicht etwa glücklich sein? Er besucht sie im Namen der Vögel, um nach ihrem Geheimnis zu fragen. Die beiden Eulen laden alle Vögel des Bauernhofs ein, zuzuhören. Im Frühling erfreuen sie sich an den Blumen und dem Leben, dass um sie herumschwirrt, danach an den Bienen und Sonnenblume. Im Herbst beobachten sie die fallenden Blätter und wenn der Schnee im Winter den Waldboden bedeckt, kehren sie in ihr altes Haus zurück. Die Vögel können sich ein Leben ohne Zwist und Gezeter nicht vorstellen und wenden sich ab. Die Eulen rücken noch ein wenig näher zusammen und leben zufrieden weiter.

Im Garten von Oma Apo

Tang Wei hat ein Bilderbuch über ihre eigene Großmutter verfasst, zu der sie ohne Zweifel voll Zärtlichkeit aufblickt. So sieht man die alte, energetische Frau in warmen Farben in ihrem urbanen Garten werkeln, den sie sich auf dem Dach angelegt hat. Dass sie dabei den Trend des „Urban gardening“ perfektioniert, scheint der Dame gänzlich egal. Im Vordergrund stehen die Lebewesen auf dem Dach: Hühner, Gänse und Pflanzen. Als die Arbeit getan ist, teilt sie ihre Ernte mit den Nachbarn und lädt ihre (Groß-)familie zum Essen ein. Ganz natürlich werden die Werte der rüstigen Frau in die Geschichte eingesponnen und geben uns ein Beispiel, wie ein langes, glückliches Leben aussehen kann.